Photo-Ausstellung

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Varda Polak-Sahm
                                                                  

"Das Haus der Geheimnisse" 

Ausstellung im Studio Artura (Jaffo, Purija Street 9) 

           

Bilder der Vernissage

 

Der Frauenkörper als Symbol für Reinheit, Schöpfungsfreiheit und Ausdrucksgeist. Das zeigt die Künstlerin Varda Polak-Sahm mit ihrer Bilderserie "Das Haus der Geheimnisse". Das Projekt diente als Basis für ihre Forschungsarbeit zum Thema "Geheimnisse der Mikva" (Modan-Verlag), dem rituellen jüdischen Tauchbad. 

Die Ausstellung eröffnet einen seltenen Einblick in den Ort intimer Treffen von Frauen in einer mystischen Stimmung. Die Mikva wird assoziiert mit dem Erlebnis der Taufe, mit der Entblößung des Körpers an einem öffentlichen Platz. Der Augenblick wird bestimmt durch die Spannung zwischem dem Mann, der die Religionsgesetze bestimmt, und der Frau, die sich von ihrem Zustand der Unreinheit befreit. Im Raum stehen Symbole der Zweisamkeit und der Fraulichkeit. 

Die Frauen-Mikva ein eine verschlossene Welt, umgeben wie von einer "chinesischen Mauer", eine "verbotene Stadt", vor den Augen der Umwelt versiegelt. Für Männer ist sie verschlossen, drinnen ist es eine Frauenwelt. Drinnen ist alles erlaubt, was draußen verboten ist. Das "Haus der Geheimnisse" ist versteckt und öffentlich, geschlossen und offen, Wirklichkeit und Fantasie. 

Varda Polak-Sahm beobachtete einfühlsam den Dialog zwischen den unreinen Frauen und den Rabbinerinnen, den Bademeisterinnen, bei der intimen körperlichen Untersuchung von der Fußsohle bis zur Haarspitze. Nach der Zeremonie verläßt die Frau seelisch und körperlich gereinigt, mit dem Segen, nun ihrem Mann wieder "erlaubt" zu sein. 

Neben einer bemerkenswerten Installation mit Kennzeichen einer ultraorthoxen Jerusalemer Mikva mitten im weltlichen Tel Aviv, werden von Hand gemachte künstlerisch gestaltete Kerzen ausgestellt. 

Varda Polak-Sahm ist eine vielfältige Künstlerin mit Schwergewicht auf Fotografie.  Aufgewachsen in Mea Schearim ist sie in Jerusalem verwurzelt. Ihre fotografische Karriere gestaltete sie gemeinsam mit ihrem Mann, den deutschen Nahostkorrespondenten Ulrich W. Sahm. 

Ihre wichtigsten Projekte: Die Fotoserie "Vom Brot allein" wurde in Museen in aller Welt gezeigt, darunter auch im Vatikan. Die fotografische Begleitung der Vergoldung der Kuppel des Felsendoms. Daraus entstand das "Friedensalbum" das Jitzhak Rabin dem jprdanischen König Hussein bei ihrem ersten offiziellen Treffen in Washington überreichte.Mit Hilfe des Ritters vom Orden des Heiligen Grabes Michael Wirtz entstand daraus der Bildband "Vom Brot allein". Die Bilder wurden im Brotmuseum in Ulm, im Braunschweiger Landesmuseum, im Berliner Dom und anderswo ausgestellt. 

Polak-Sahm entdeckte auch ein großes indisches Fotoarchiv, das unter dem Titel "Die Barfuß-Fotografen" bei der UNESCO in Paris, in New York und in London in der Brunei-Galerie ausgestellt wurde. Polak-Sahm führte persönlich Prince Charles durch die Aussellung. 

Text: Esti Drori und Doron Polak

 

Ausstellungseröffnung am 25.3. 2006 um 20:00 Uhr

Ausstellungsdauer: bis zum 20.4.2006

Kuratoren: Doron Polak und Esti Drori

Weitere Einzelheiten bei Studio Arturo: 03-5188291

Fotos und Bücher können bestelt werden bei: mailto:varda@sahm.com

 

Zeitungsberichte

Ulrich W. Sahm, Für Männer verboten

http://www.e-mago.co.il/Editor/feminism-575.htm
http://www.bambili.com/bambili_news/katava_main.asp?news_id=11062&sivug_id=8
http://www.haderech.co.il/book31.html

Bücherbestellung
http://www.kitan.co.il/shopmind_portal_heb/product.asp?pf_id=CS2050838

 

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